Notwendige Schritte bei einem Trauerfall

Tritt ein plötzlicher Todesfall in der Familie ein, sollten Hinterbliebene schnell reagieren. Auch wenn es jetzt schwer fällt, sind einige rechtliche Pflichten rund um die Bestattung zu beachten, bei denen wir Sie gerne unterstützen.

Tod vom Arzt bescheinigen lassen

Stirbt der Angehörige bei Ihnen zu Hause, sollten Sie sofort den Hausarzt oder einen Notarzt bestellen. Dieser stellt den Tod fest und unterschreibt den Totenschein. Im Krankenhaus, Pflege- oder Altenheim übernimmt dies in den meisten Fällen die Verwaltung für Sie. Nach 36 Stunden muss der Verstorbene in eine Kühlzelle oder zum Friedhof überführt worden sein. Rufen Sie uns jetzt an, um die Bestattung gemeinsam zu planen.

Standesamt informieren

Spätestens am dritten Tag nach dem Tod sollte das örtliche Standesamt über den Tod benachrichtigt werden. Die Daten über die verstorbene Person werden ins Sterberegister eingetragen.

Bestattung organisieren

Die Bestattungspflicht besagt, wer für die Betreuung des Menschen vom Tod bis zur Bestattung verantwortlich ist. Hierzu gehört die Organisation der Trauerfeier, die Auswahl des Grabes, des Gedenkmals sowie die spätere Grabpflege. In der Regel übernehmen dies Ehepartner, volljährige Kinder oder Eltern, wenn die verstorbene Person zu Lebzeiten keinen anderen Wunsch geäußert hat. Die Bestattung erfolgt entweder als Erd- oder Feuerbestattung. Je nach Bundesland gilt eine vier- bis 14-tägige Bestattungsfrist nach dem Tod.

Friedhofspflicht beachten

Urnen dürfen in Deutschland nur auf Friedhöfen bestattet werden. Friedwälder und Ruheforste, in denen Baumbestattungen stattfinden, gehören dazu. Einzige Ausnahme der Friedhofspflicht ist die Seebestattung. Hier wird die Urne im Meer versenkt. Sprechen Sie mit uns über die möglichen Grab- und Bestattungsarten. Wir beraten Sie gerne.

Dokumente bereithalten

Um die Formalitäten schnell zu klären, sollten Sie diese Dokumente mitbringen:

  • Geburtsurkunde (Ledige)
  • Stammbuch oder Heiratsurkunde
  • Heiratsurkunde und gerichtliches Scheidungsurteil (Geschiedene)
  • Heirats- und Sterbeurkunde des Partners (Verwitwete)
  • Familienstammbuch
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Krankenversicherungsnachweis
  • Versicherungspolicen: Lebens-, Sterbegeld- und Unfallversicherungen
  • Rentennummern (Alters-, Witwen- oder Kriegsopferrente – falls vorhanden)
  • Bestattungsvorsorgevertrag
  • Testament (falls vorhanden)
  • Nutzungsrechtsurkunde einer Grabstelle (falls vorhanden)

Sollten Ihnen Unterlagen fehlen, helfen wir Ihnen gerne, diese zu besorgen.